Wo Landschaft und Lebenskraft sich begegnen
Am steilen Südhang, dort wo die Sonne lange verweilt und der Wind frei über die Höhen streicht, liegt der Hang zur Sonne.
Hier leben Oussantschafe in einer Umgebung, die ihrem Ursprung nahekommt:
Weite Flächen, natürliche Bewegung, klare Jahreszeiten – und die Ruhe, die nur die Natur schenkt. Die Hanglage prägt nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die Tiere selbst. Trittsicher, widerstandsfähig und wachsam entwickeln sie hier jene Robustheit, für die diese besondere Rasse geschätzt wird.
Natürlich aufwachsen
Die Lämmer werden in der Herde geboren – auf Stroh, im geschützten Stall am Hang oder direkt auf der Weide, wenn es die Jahreszeit erlaubt. Sie wachsen in enger Bindung zu ihren Muttertieren auf. Frische Luft, Bewegung im Gelände und das soziale Gefüge der Herde fördern eine stabile Entwicklung von Beginn an.
Ganzjährige Weidehaltung ist kein Konzept, sondern gelebte Praxis.
Die Tiere folgen dem Rhythmus der Natur – mit schattigen Sommerweiden und geschützten Winterbereichen.
Hier entsteht keine Massenhaltung.
Hier entsteht Charakter.
Die Rasse – Oussantschaf
Ursprünglich von der bretonischen Atlantikinsel Ouessant stammend, gilt das Oussantschaf als die kleinste Schafrasse Europas – und zugleich als eine der ursprünglichsten.
Rassetypische Merkmale
- Schulterhöhe: etwa 40–50 cm
- Gewicht: Böcke ca. 18–22 kg, Mutterschafe ca. 13–18 kg
- Farben: überwiegend tiefschwarz, daneben braun oder weiß
- Widder mit eindrucksvoll geschwungenen, schneckenförmigen Hörnern
- außerordentlich robust und genügsam
- langlebig und widerstandsfähig
Warum Oussantschafe?
- Durch ihre geringe Größe sind Oussantschafe besonders bodenschonend.
- Ihre Trittsicherheit macht sie ideal für steile Hangflächen.
- Es sind Tiere mit Ausdruck – wachsam, aufmerksam, eigenständig.
365 Tage im Freien
Die Weide ist Lebensraum. Bewegung im Gelände stärkt Muskulatur, Klauen und Widerstandskraft. Die Hangflächen bieten natürliche Drainage, gesunde Böden und abwechslungsreiche Vegetation.
So entsteht eine Haltungsform, die Gesundheit nicht erzwingt – sondern ermöglicht.
Im Winter schützen Stallungen am Hang vor extremen Witterungen, ohne den Kontakt zur Weide zu unterbrechen.
Beständigkeit entsteht durch Natürlichkeit.
Nachhaltige Energiegewinnung direkt vom Hang
Die Südhanglage schenkt nicht nur den Tieren ideale Bedingungen, sondern auch der Energiegewinnung.
Auf den Dächern der Stallungen befindet sich eine leistungsstarke Photovoltaikanlage.
Sie nutzt die Kraft der Sonne – leise, effizient und nachhaltig.
Vor Ort stehen Ladestationen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung.
Traditionelle Tierzucht und moderne Energienutzung gehen hier selbstverständlich Hand in Hand.
Landwirtschaft darf bewahren.
Sie darf aber auch weiterdenken.
Verantwortung in der Zucht
Qualität entsteht durch Auswahl, Geduld und Respekt vor der Rasse.
Die Zucht orientiert sich an:
- Vitalität und Gesundheit
- rassetypischem Erscheinungsbild
- ausgeprägter Hornform bei den Böcken
- stabilem Wesen und ausgeglichenem Charakter
Besonderes Augenmerk gilt markanten Widdern mit korrekter Hornstellung, kräftiger Linie und harmonischem Körperbau.
Jede Generation trägt zur Erhaltung dieser ursprünglichen Rasse bei.
Hang zur Sonne
Ein Ort, an dem Landschaftspflege durch Tiere geschieht.
Ein Ort, an dem Nachhaltigkeit selbstverständlich ist.
Ein Ort, an dem kleinste Schafe große Wirkung entfalten.